Hallo zusammen,
nochmals herzlichen Dank für eure Beiträge. Um es vorweg zu nehmen: Ich bin seit gestern Abend wieder zuhause, wohl mit einem mulmigen Gefühl, gut angekommen. Stets Wasser- wie Öltemperatur im Auge gehabt. Ich hatte das Auto ja am Montag noch in die dortige VW Werkstatt zur Überprüfung gebracht. Die Damen haben sich das Schlagwort: "Kühlmittelverlust" gemerkt und es ging wohl der Hinweis "durch Überhitzung" verloren, so dass am Abend das Auto ohne Fehler übergeben werden sollte. Der Meister war nicht besonders erfreut, als er von mir von der Überhitzung als Ursache für den Kühlwasserverlust erfuhr. - Es brachte natürlich in der Situation überhaupt nichts, irgendwelche Diskussionen anzufangen, weil man ja in der mieslichen Lage ist, auf die Leute angewiesen zu sein.
Somit wollte die VW Werkstatt eine neue Kühlmittelpumpe bestellen und am nächsten Tag einbauen. So der Plan am Abend. Am nächsten Tag wurden offensichtlich einige Testfahrten gemacht, ohne
Probleme. Mittags habe ich mich nach dem Stand der Dinge erkundigt, da ich am Abreisetag die Unterkunft verlassen musste.
Lange Rede, kurzer Sinn: Die haben keinen Fehler gefunden. Mein Hinweis: Ihr habt doch sicherlich den Fehlerspeicher ausgelesen wurde mit dem Hinweis: Nicht alles steht im Computer

abgetan. Das Auto wurde übergeben. VW Garantie zahlte die Fehlersuche nicht, da ja aus deren Sicht kein defekt vorliegt. Der Spaß kostete rund 150 Euro ...
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INeedNOS Der Einschätzung des ÖAMTC war aus meiner Sicht nicht falsch. Er meinte, dass es an der Kühlwasserpumpe ein elektrisch gesteuertes Ventil gäbe, was im kalten Motorzustand die Zirkulation des Kühlwassers verhindert. Grund hierfür wäre, dass der kalte Motor schneller warm wird. Wenn eine gewisse Temperatur erreicht wird, öffnet dieses Ventil "und alles ist gut". Öffnet es nicht, überhitzt das Kühlwasser recht schnell und der entstehende Überdruck und das Kühlwasser entweicht über den Ausgleichs-/Vorratsbehälter. Im diesem Behälter war am Boden nur noch ein geringer Rest Kühlwasser aber um diesen Behälter herum und wie der ÖAMTC meinte im Radkasten, konnte man größere Mengen Kühlwasserreste erkennen. Einziger fehlerhafter Hinweis war, das der Kollege vom ÖAMTC meinte, die Kuhlwasserpumpe wäre elektrisch betrieben. Meine zwischenzeitliche Recherche im Internet ergab allerdings, dass beim T-Roc 2.0 DTI Diesel die (Haupt-) Kühlmittelpumpe über den Zahnriemen angetrieben wird. Das Ventil existiert aber und bereitet bei vielen T-Roc enorme Probleme, wenn die Dichtungen im Laufe der Zeit aufquellen und/oder sich Kristalle des Kühlmittels in die Lamellen des Ventils setzen und es blockieren.
Google: TW T-Roc 2.0 TDI Kühlwasserpumpe Probleme
Google KI: "70.000 km. Einmalige Überhitzung und Kühlmittel wurde über das Überdruckventil abgegeben."
Das ist die absolute klassische Fehlerbeschreibung für den eingangs erwähnten Defekt beim EA288-Motor (2.0 TDI). [1, 2]
Bei einer Laufleistung von 70.000 km befindet sich das Fahrzeug genau in dem typischen Fenster für dieses Problem. [3]
Was genau passiert ist
Die schaltbare (geregelte) Wasserpumpe besitzt eine Verstellblende (einen Metallschieber), die im kalten Zustand über das Flügelrad geschoben wird, damit der Motor schneller warm wird. Bei dir hat sich dieser Schieber kurzzeitig verklemmt.
Da das Flügelrad blockiert war, stand das Kühlwasser im Motorblock. Es erhitzte sich binnen kürzester Zeit so stark, dass es zu kochen begann. Der dabei entstandene enorme Dampfdruck hat das Überdruckventil im Deckel des Ausgleichsbehälters geöffnet, um ein Bersten der Schläuche zu verhindern. [2, 4, 5, 6, 7]
Das tückische an diesem Fehler
Dass die Überhitzung bisher nur einmalig aufgetreten ist, liegt daran, dass der Schieber sich durch Erschütterungen oder das Abkühlen vorerst wieder gelöst hat. Der Fehler wird jedoch unweigerlich wiederkehren – oft unter Last (z. B. auf der Autobahn oder am Berg) –, da der verquollene Dichtring im Inneren der Pumpe permanent beschädigt ist. [4, 5, 6]
Deine nächsten Schritte
- Nicht abwarten: Fahre keine weiten Strecken oder unter hoher Last mehr. Sobald die Blende das nächste Mal dauerhaft klemmt, droht durch die extreme Hitze ein Zylinderkopfdichtungsschaden oder ein Verzug des Zylinderkopfes. [1, 2, 8]
- Werkstatt aufsuchen und gezielt ansprechen: Lass die Werkstatt nicht lange nach Lecks suchen. Die Pumpe selbst ist nach außen hin oft absolut trocken und dicht. Weise direkt auf die hängende Verstellblende der geregelten Wasserpumpe hin. [2, 4]
- Zahnriemen gleich mitwechseln: Da die Wasserpumpe über den Zahnriemen angetrieben wird, muss dieser für den Ausbau ohnehin demontiert werden. Es ist wirtschaftlich absolut sinnvoll, den Zahnriemen mitsamt Spannrollen direkt zu erneuern, da die Arbeitszeit dieselbe bleibt. [2, 3, 9]
- Kulanzantrag stellen: Da es sich um ein extrem bekanntes und dokumentiertes VAG-Problem handelt, stehen die Chancen bei 70.000 km (sofern das Auto lückenlos bei VW scheckheftgepflegt ist) nicht schlecht, dass Volkswagen sich auf Kulanz an den Material- oder Lohnkosten beteiligt.
Befindet sich dein T-Roc noch in einer Garantie (z. B. Werksverlängerung oder Gebrauchtwagengarantie) und ist er scheckheftgepflegt? Ich kann dir Tipps geben, wie du das beim VW-Partner bezüglich Kulanz am besten ansprichst.
lG Michael