Golf 1 GTI Baujahr 9/1981 "armer Socken" Wiederaufbau

Gestern ist die Hinterachse ausgebaut worden, da die neuen Bleche eingepaßt werden müssen. Dabei haben wir feststellen müssen, dass man Muttern auch anschweißen kann, wenn sie durchdrehen. Mit etwas Schweißbrennereinsatz waren sie doch zu lösen. Nun ist die Achse draußen und auch das Provisorium im Motorraum ist nun ausgebaut. Die Wellen für den Drehbeschlag sind gedreht und mit Gewinden versehen. Die Träger für das Drehgestell sind zur Zeit als altersgerechte Lager für die Hinterachse in Verwendung. Diese ist gar nicht so verrostet und kann wohl schnell wieder instandgesetzt werden. Der Sohnemann hat sich mittlerweile um den Bremskraftregler gekümmer und diesen wieder sauber gemacht und aufbereitet.
Die Karosserie sieht im Achsaufnahmebereich schlimm aus. Da wird wohl etwas Zeit zur Instandsetzng drauf gehen.
 

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Zuletzt bearbeitet:
Da arbeitet man doch gerne und voller Hingabe... (siehe Bild 4)
 
Muttern anscheißen :joy: :joy: Bitte entschuldige aber der Schreibfehler ist zu geil um ihn zu ignorieren...you made my day!
 
Da ist wohl im Unterbewußtsein der Eindruck beim Entdecken des Pfusch wiedergegeben worden. Habs zwar korrigiert, aber schlimm finde ich es schon. Richtigerweise hätte man eine zweite Mutter auf das Gewinde aufgedreht. Genügend Gewinde war noch da.
 
Das Ding wird unbezahlbar....wenn er mal fertig da steht! Behält er den originalen Farbton?
 
Ja , der arme Socken wird wieder, wie er das Werk verlassen hat. Also in L94F Anthrazit Metallic. Ich hatte 1979 schon einmal einen GTI aufgebaut, der damals von D&W als Kleinserie die Farbe hatte. Ursprünglich war er silber, da es grau metallic nicht als Serienfarbe gab. Ich mußte damals auch schon schweißen, da 1979 schon die A- Holme weg waren. Der Kaufpreis damals waren 800 DM, da der Motor auch kaputt war.
Wie ich den armen Socken dann bei Mobile gesehen habe, konnte ich nicht anders.
Er wird auch alle Modifikationen verlieren, die ihm seine Vorbesitzer angetan haben. Der Motor ist ein EG 1,6l. Das freut mich um so mehr, da er etwas drehfreudiger ist, als der 1,8l.
 

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Zeit dass sich was dreht....
Nun ist nach 2 Tagen die Drehvorrichtung fertig geworden. Sie ist vollständig aus Restmaterialien hergestellt worden. Die Wagen waren mal ARAL Verkaufsständer, in den Lageraufnahmen drehte sich mal eine Kurbelwelle, die Drehachsen sind Moniereisenstücke, die Arretierungsscheibe bremste mal eine A-Klasse und die Querträger sind aus einer Schrottkiste. So hat alles wieder eine Verwendung gefunden und schont den Geldbeutel.
Da die Achsen 4 Fach kugelgelagert sind, kann man den GTI nun mit einer Hand drehen. Ich habe ihn dann mehrfach rotieren lassen und dabei ist so allerhand aus den Hohlräumen gefallen. Hauptsächlich Rost.
Jetzt kann man auch in guter Arbeitshaltung Bremsleitung, Tankstutzen und Spritleitung ausbauen, was auch schon geschehen ist.
Leider sind auch noch ein paar Löcher mehr aufgetaucht. Der letzte Lackierer war ein wirklicher Spachtelkönig. Das sind Schichtdicken bis 3 mm nichts besonderes. Jetzt wird erst mal bis aufs Blech sauber gemacht, damit man alles sehen kann.
 

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Ein Pfefferkuchen ist dagegen ein Sch...dreck, aber Respekt für Deine Arbeit...wenn der GTi mal wieder fertig auf Rädern steht, dürfte der unbezahlbar sein...
 
Es kommt mal wieder anders. Dem Sohn der besten Freundin meiner Frau hat der Ford Focus MK2 gekokelt. Der Gutachter hat eine Schaden vin 8100€ beziffert. Der Restwert sind um die 6000€. Ich habe mir den Focus angeschaut und frage mich, welches Auto er begutachtet hat. Das konnte es kaum sein, weil nach Reparatur von 40cm Kabelbaum und Austausch der Lichtmaschine das Kfz wieder seinen Dienst tut. Ganze 80€ waren dafür nötig.
Doch leider mußte nun der GTI seine Werkstatt verlassen. Auf dem Rollgestell ging es über die Straße in Einfahrt. Das letzte Gewitter hat mal den ganzen Staub entfernt. Der Rost ist geblieben. Die Plane , die drauf war, wird vermutlich bald von den Amis in der Stratosphäre abgeschossen. :)
Wie auf den ersten Fotos zu sehen, ist die Achsaufnahme in Arbeit. Ich habe nun beschlossen alles etwar großräumiger zu reparieren und ein paar Bleche mehr zu tauschen.
Leider hat sich nun noch ein Touran dazwischengedrängt und der "arme Socken" wird wohl erst mitte nächste Woche wieder zurück in die Werkstatt kommen. Vielleicht nutze ich den Außenaufenthalt um mit einer Stahlbürste den Unterboden zu entlacken. Dann bleibt die Sauerei draußen.
 

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Die "nächste Woche" hat bis jetzt gedauert. Es sind doch einige Fahrzeuge dazwischen gekommen. Nun ist endlich Schluß damit. Der arme Socken darf nun wieder in die Garage um zu genesen. Ein großer Stapel Bleche hat sich nun angesammelt, die verarbeitet werden wollen. Bis bald und dann mit Bildern.
 
Ich habe ja schon ein ganz schlechtes Gewissen, dass ich mich jetzt erst wieder melde. Es fehlt einfach die Zeit zum Schreiben. In der Zwischenzeit habe ich die linke Hinterachsbefestigung vollständig erneuert nebst den Befestigungssbolzen, die eh überdreht waren. Natürlich sind auch die Stehbleche im Inneren neu. Bei der Vorderachsbefestigung links war auch der Rost drin und wurde mit neuen Blechen überarbeitet. Jetzt steht noch fertig schweißen an.
Da in den 80ern es unheimlich sportlich war, wenn ei Auto "tief" lag, habe ich ein paar Durchleifer wieder zugemacht.
Alex hat mich gestern besucht und den Unterboden von Unterbodenschutz befreit. Es ist größten teils Wachs und drunter alles wie neu. Glück gehabt !
Nun geht es stetig weiter, da nun hoffentlich alle Autos aus der Familie und Verwandschaft wieder laufen.
Übrigens, seit gestern rette ich auch noch die Welt, weil mein Balkonkraftwerk am Netz ist.
 

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Ich ziehe echt den Hut und werde weiterhin begeistert dieses Thema betrachten :like:
 
Habe heute mal wieder einen Werkstattag eingelegt. Die linke Seite ist nun für den Schwellereinbau vorbereitet worden. Zunächst waren noch ein paar Schleifarbeiten notwendig, denn wer schlecht schweißt muss viel schleifen. Dann mußte man noch die Linie begradigen. Mit einer Richtschnur und einer 1mm Trennscheibe war das leicht möglich. Ein paar Stellen waren noch offen und durften auch verschlossen werden. Da man jetzt gut ran kommt, mal alles kräftig mit Hammerit dick streichen. Schadet ja nicht.
Die Überziehbleche passen nicht wirklich, deshalb schneide ich nur aus was gebraucht wird und setze es ein.
Das Reparaturblech ist nun 1 cm breiter als erforderlich, da noch gefalzt wird. Das hat es heute nicht mehr gereicht.
 

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Hallo,
ich möchte mich mal wieder melden. Leider ist am GTI nicht viel neues passiert. Ein paar Teile habe ich besorgen können. Das war es auch schon.
Dafür sind ein paar andere " Leichen " durch den TÜV gekommen, bzw habe ich einen weiteren angekokelten Focus wieder zum Leben erweckt.
Nun ist der "arme Socken wieder trocken in der Werkstatt mit den branchenüblichen Bildern und wird nun, ich hoffe nun zügig, weiter repariert.
Ich halte euch auf dem Laufenden.
 
Voll klasse dein Bericht, spannender als jedes Buch.
Viel Glück weiterhin...
 
So, nun ist es doch wahr geworden und der GTI hat wieder ein paar Blecher erneuert bekommen. Der linke Schweller war schon seit langem vorbereitet und hat nun endlich seinen Platz gefunden. Er ist zwar nur schon sehr oft gepunktet, aber die Naht wird durchgeschweißt.
Dann habe ich auch noch das innere Radlaufblech eingepaßt und geschweißt, da nur so die Kontur des Außenkotflügels definiert ist, bevor ich diesen ersetze. Und das alles nur, weil man umbörden und abflexen mußte. :tired_face:
Nun geht es kontinuierlich weiter. Versprochen.
 

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Zum Thema Leichen:
Ein Audi A4 B5 hatte ich in der Zwischenzeit für meinen Installateur Alfred mit Mühen durch den TÜV gebracht. Auf den Rückweg vom gerade bestandenen TÜV leucht die Ölkontrolle auf. Das Austauschen des defekten Kettenspanners brachte keine Hilfe. So war die Alternative eine gute gebrauchte Antriebseinheit im Internet zu finden. Der Zufall war, dass ein Schrotti bei München gerade diese Antriebseinheit für wenig Geld loswerden wollte. So kaufte ich für 300€ Motor mir angeflanschtem Automatikgetriebe und karrte sie zu mir. Geschätzte 300kg Eisen waren zu bewegen. Nach 2 Tagen, zum Teil nervenkostenden Schrauben, war das unhandliche Teil im B5. Der Restwert des Audi deckte weniger als ein Viertel den Aufwand. Doch die Vorbereitung zum TÜV verschlang auch schon genug.
Jetzt ist Alfred glücklich und der A4 B5 hat mittlerweile schon 6000km mehr drauf. Hat sich also doch gelohnt.
 

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